«Fliessband» ist eine modulare, variable raumgreifende Tuschezeichnung auf Papierbahnen in der Länge von zehn metern, je ein meter breit. Die Arbeit entsteht aus der fortwährenden Repetition von zeichnerischen Handlungen und der Variation der daraus folgenden Muster.
Kräftige Querstriche strukturieren die Bahn, während das Fliessen der Tusche feine Linien ergibt, die zu Kringeln und Schnörkeln umgelenkt werden. Monotonie versus Verspieltheit, Zufall und Lenkung bestimmen das Wesen dieser Zeichnungen, deren rhythmische Muster an musikalische Partituren, Notensysteme und Klangstrukturen erinnern. Sie können in unterschiedlichen Räumen, unterschiedlich gross und weit, installativ und raumgreifend montiert werden.
Fliessband in der Ausstellung «Sounds Nice» im Bahnhof für neue Musik Gare du Nord, Basel, Juni 2026
In der Ausstellung Sounds Nice wurde der Konzertsaal des Gare du Nord in eine begehbare Klanglandschaft aus Sound, Bild, Skulptur, performativen und selbstspielenden Setups verwandelt. Die vier Bahnen von Fliessband sind zentral im Raum platziert und breiten sich zum Publikum hin aus. Mit weiteren ausgewählten Arbeiten tritt die vierzig Quadratmeter grosse Tuschezeichnung in einen Dialog aus Raum, Klang und Körper.
Im Video sichtbare Arbeiten: Markus Aebersold – «Untitled (O.L. I)», Luca Zeller – «Triple Bass»