Esther Hiepler

Über meine Arbeit

Seit meinen frühen Videoarbeiten „Studio 2000“ (2000) und „Kuben und Quader“ (1996) steht das Untersuchen von Arbeitsprozessen im Zentrum meiner Arbeit. Aktuell bewege ich mich zwischen Zeichnung, Installation, Fotografie, Objekt und Text um verschiedene Aktivitäten aus dem Atelier zu reflektieren und festzuhalten. Wie schon in den frühen Videos entziehen sich diese Materialisierungen der Endgültigkeit, indem das Prozesshafte stark betont wird.  

Das Erforschen grundlegender Handlungen und Bedingungen des künstlerischen Prozesses führt zu formal sehr unterschiedlichen Resultaten. Dabei bietet mir die Kunstgeschichte einen reichen Fundus, auf den sich meine Arbeit auf unterschiedliche Art und Weise bezieht. Die frühen Arbeiten verweisen auf die konkrete und minimalistische Kunst. In den neueren Arbeiten, wie „Produkte und Prozesse“ (2012) geht es um Verwandlungen und Material sowie künstlerische Handlungen und Haltungen.  

Arbeiten im öffentlichen Raum lassen die Zuschauer Teil dieses Prozesses werden. Da künstlerische Arbeit immer auch bedeutet, sich ein Feld zu erschliessen, ist die Aufzeichnung und Recherche auf Reisen ein weiterer wichtiger Zweig in meiner Arbeit. Indem ich mich stetig zwischen der eigentlichen künstlerischen Handlung und der Reflexion darüber hin und her bewege, werden die Grenzen zwischen Produkt und Prozess verwischt. Die entstehenden Werke sind Zeugnisse meiner Reflexion über das künstlerische Tun an sich. Dies anderen zugänglich zu machen ist das Ziel meiner Arbeit.