IAAB-Basement, 2011, Ville Imaginaire, Multimedia-Installation

Eine Zusammenarbeit mit Max Philipp Schmid   

Für die Ausstellung „Going Places – Marseille“ entwickelten wir eine Rauminstallation aus Fotos, Videos und Textfragmenten. Während eines viermonatigen Aufenthaltes in Marseille sammelten wir eigene Bilder und Texte sowie Ausschnitte aus Filmen und Büchern, die in Marseille spielen. Uns interessierte dabei die Stadt als Projektionsfläche: Die Stadt wird erfunden durch all die, welche sie betrachten, durchstreifen oder auch nur von ihr hören. Die Gerüchte und Ideen liegen wie ein Schleier über der Stadt. Was ist wahr? Was erfunden? Wer kennt die Stadt wirklich? Welche Teile erschliessen sich wem? Wer hat die Macht Dinge über die Stadt zu behaupten? Welche Gerüchte und Ideen setzen sich durch? Wer hat die Macht die Stadt zu formen? Wo vermischen sich Realität und Imagination?   

„Wie in den Gassen von Marseille verliert und findet man sich in einem Linksystem, in dem sich Fotografie, eigene literarische Beobachtungen und Zitate, Filmstills und Found Footage verschränken. Es steckt voller Referenzen an Marseille als Dehort des „Film noir“ und erinnert nicht nur in seiner assoziativen Struktur an „le città invisibili“ von Italo Calvino.“ (Annina Zimmermann)  

Die Ausstellung „Going Places Marseille“ wurde kuratiert von Annina Zimmermann und Nic Bezemer und zeigte drei künstlerische Positionen, die sich auf Marseille beziehen: Tina Z’Rotz, Copa & Sordes, Esther Hiepler & Max Philipp Schmid.